Die Suche nach der Nische

 „Wie finde ich eigentlich meine Nische?“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor knapp 3 Monaten habe ich meinen Blog gelauncht, mit der Absicht so vielen Menschen wie möglich zu zeigen, wie einfach es sein kann, die Welt als Frau zu bereisen, dass man keine Angst haben muss und dass es wichtig ist, Träume zu leben. Ich wollte von all den Abenteuern berichten, die ich mir in meinen Kopf setze und dazu inspirieren, dass das jeder kann! Vor allem war meine Absicht, mein Traum, zu erzählen, dass ich diesen Lebensstil vor einigen Jahren noch nicht für möglich gehalten hätte und wie ich mich dahin entwickelt habe.  Angekommen in der Bloggerwelt, in der alles noch so ziemlich neu für mich war bzw. oft noch ist, sprachen immer mehr von dem Finden einer Nische.  Da die vielen neuen Informationen, die Technik, die hinter einem Blog steckt und all der Input anfangs wirklich überfordern kann und so viele Fachbegriffe auf einen zurollen, die ich persönlich erst einmal verarbeiten musste, möchte ich euch an meinen Gedanken und meinem Weg hin zu der Auswahl meiner Themen teilhaben lassen.

Was ist denn eine Nische?

Vor längerer Zeit habe ich begonnen sehr regelmäßig ein paar Blogs zu lesen. Zuerst waren es Fitness- und Ernährungsblogs, später kamen Reiseblogs hinzu. Ich habe zu dem Zeitpunkt nie darüber nachgedacht, irgendwann mal meinen eigenen Blog zu gründen.

In der Schulzeit war das Schreiben nicht unbedingt meine Stärke und eine wirkliche Leidenschaft neben dem Reisen hatte ich auch nicht. Einen Blog nur über Reisen wollte ich nicht, denn davon gab bzw. gibt es schon Tausende und dazu auch noch wirklich gute. Ich hörte immer wieder von der „Nische“, die es zu finden galt um sich als Blogger zu etablieren.
Eine Nische ist ein thematischer Bereich, über den noch wenige Blogger schreiben. Quasi ein Thema mit dem du dich aus der Masse hervorhebst. Meine Nische zu finden bzw. eine Thematik, über die ich langfristig schreiben wollte, war – um ehrlich zu sein – ein absoluter Krampf. Als Expertin auf einem bestimmten Gebiet wollte ich mich erstmal nicht bezeichnen, denn ich liebe die Abwechslung, den Wandel und das Neue.  Ich wusste nur, dass ich ursprünglich inspirieren wollte, dass mehr Frauen losgehen und alleine reisen, denn in meinem Umfeld war das eine absolute Seltenheit. Wie aber sollte ich denn jetzt ein Experte in einer bestimmten Sache werden?
Ich dachte darüber nach, was es eigentlich bedeutet eine Nische zu finden. In erster Linie sollte diese „Nische“ ja mich selbst begeistern, so dass ich langfristig guten Content schreiben kann. Nur so würden meine Texte auch den Leser ansprechen und begeistern.

Ich stellte mir folgende Fragen:

„Welche Themen lösen neben dem Reisen Begeisterung in mir aus?“

„Wofür stehe ich ein?“

„Wofür brennt mein Herz?“ und

„Warum will ich das andere davon erfahren?“

Relativ schnell stand für mich fest, dass Tansania ein Land war, welches in mir Sehnsucht und Begeisterung auslöste.  Ich recherchierte wie viele Blogs es bereits über das östliche Afrika gab . Tatsächlich gab es auch schon einige bekannte Namen, die mal über eine Besteigung des Kilimanjaro geschrieben hatten, dennoch recht wenige, die sich ausschließlich mit Ostafrika beschäftigten.  Etwas voreilig legte ich meinen Fokus auf Tansania  und mein Traum, andere zum alleine Reisen zu motivieren, geriet ein wenig in Vergessenheit.  Mit Sebastian Canaves vom „Off The Path“ Reiseblog nahm ich einen Podcast zur Kilimanjaro Besteigung auf und  parallel fing ich an  über meine Erfahrungen am Kilimanjaro sowie am Mount Meru zu schreiben.

Vielleicht war das ja meine Nische?

Tansania als potenzielle Nische

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach ein paar Wochen verließ mich schon die Muse. Ich liebe Tansania, aber es reichte bei weitem nicht aus um langfristig nur darüber zu bloggen.  Die Nische war einfach zu klein.  Zu klein für  meinen Spaßfaktor – Jeden Artikel, den ich anfing, empfand ich als anstrengend. Es fühlte sich wie eine innerliche Blockade an, die die Worte nicht zu Papier bringen wollte.

Eine Schreibblockade, so schnell ?
Ich hatte hunderte Ideen in meinem Kopf, wollte so viel ausdrücken und in die Welt bringen, aber die Worte flossen einfach nicht aus mir heraus. So hatte ich mir das Ganze nicht vorgestellt. Das Bloggen fing an keinen Spaß mehr zu machen und das wollte ich nicht. Es war an der Zeit, meine Themenauswahl zu überdenken und zu erweitern.

>>Wo möchte ich mich positionieren?<<

Für mich bedeutete das, BACK TO THE ROOTS – die eigenen Gedanken neu sortieren:

„Wozu hast du den Blog ursprünglich gelauncht?“

„Was hat dich im Laufe der Zeit verändert?“ und „Was war eigentlich dein absoluter persönlicher Game Changer?“

 Persönlichkeit war das Keyword 

Einen rein faktischen Blog fand ich noch nie sonderlich ansprechend. Das mögen manche Männer eventuell anders sehen 🙂 , für mich jedoch ist  die Persönlichkeit des Bloggers essentiell um mich zu fesseln. Die eigene Geschichte, die erzählt wird, muss mich ansprechen. Wenn ich mich mit dieser identifizieren kann,  wird der ganze Blog interessant. Außerdem bin ich natürlich auf der Suche nach Tipps.  Soviel zum Thema Expertise.

Das Beste am Thema Persönlichkeit ist allerdings – du bist immer der Experte deiner eigenen Geschichte.
An den Moment, bei dem meine Leidenschaft entfacht wurde, kann ich mich noch sehr genau erinnern. Es war der Sommer 2015 und ich bin das erste Mal in eine Kletterhalle gegangen. Seit diesem Moment war ich wie gefangen und brannte für die Kletterei, die Berge, das Bergsteigen.

Beim Klettern in Hessen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Sport in Verbindung mit Outdoor und Reisen wurden seitdem zu meiner Passion. Vor allem begeisterte mich das Entwickeln von mentaler Stärke, die es oft braucht, um nicht aufzuhören und auch mal über die Grenzen der eigenen Komfortzone hinauszugehen. Denn an den Grenzen der Komfortzone passiert persönliche Weiterentwicklung. Und das ist es was Reisen, Klettern und Bergtouren für mich ausmachen und was mich so fasziniert: Die persönliche innerliche Weiterentwicklung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe festgestellt, dass ich mich nicht auf ein Land der Welt begrenzen möchte. Viel mehr möchte ich über meine Leidenschaften sprechen und euch daran teilhaben lassen, was genau, mir auf meinem Weg weitergeholfen hat. Ich möchte über Bergtouren und Themen wie Weiterentwicklung durch das Reisen und insbesondere Bergtouren schreiben. So, da stehe ich nun. Ich habe meine Thematik gefunden. Vor paar Monaten habe ich noch „gestruggelt“ und jetzt ist es klar. Adventure – Travel – Motivation steht für Abenteuer in den Bergen, die Lust am Reisen und Motivation in Form von Wachstum, und Weiterentwicklung.

Meine Tipps um deine Nische zu finden

Wenn du selbst noch auf der Suche nach deiner Nische bist, frag dich doch  mal:

  1. „Was sind meine alltäglichen Interessen?“

  2. „Was löst in mir Begeisterung aus?“ 

  3. „Was sind die Themen, die ich mit anderen Menschen teilen möchte und über die     ich stundenlang reden kann?

  4. „Worin liegen meine Stärken?“

Gehe weg von dem Gedanken, dass zu dieser Thematik schon 50 andere Blogger schreiben, denn DU bist in deiner Art und Weise wie du schreibst einzigartig. Vielleicht wartet da draußen genau die Leserschaft, die DEINEN individuellen Schreibstil und deine Sicht der Dinge sucht.
Mein innerer Konflikt zwanghaft eine recht unbesetzte Nische finden zu müssen, hat mich fast meine eigene Kreativität und die Lust am Schreiben gekostet. Irgendwann wurde mir klar: Was bringt mir die kleinste  Nische, wenn der Leser jedem Artikel anmerkt, dass er erzwungen wurde?

Ja – genau, nämlich garnichts.

Ich sage nicht, dass eine Nische generell keinen Sinn macht. Ganz im Gegenteil. Aber am Anfang, wenn man noch keine Ahnung hat, macht es meines Erachtens keinen Sinn, sich auf etwas zu versteifen. Daher leg deinen Fokus lieber auf Persönlichkeit, Begeisterung und Nutzen für die Leser.

Ich freue mich, künftig über viel mehr als „nur“ Tansania zu schreiben. Erfahrungsberichte,  sowie Tipps zu Bergtouren, Sicherheitsaspekte, Ausrüstungstipps und vor allem meinen ganz persönlichen authentischen Weg .

Beim Wandern im Tongariro Nationalpark

 

Komm doch mit auf meine Reise – ich freue mich tierisch, das alles mit dir zu teilen!

Erzähl mir unbedingt von dir – Wie siehst du das? Hast du eine Nische oder schreibst du allgemein über ein Thema?

 

 

4 thoughts on “Die Suche nach der Nische

  1. Ein sehr schöner Beitrag, der Mut macht!
    Als ich meinen Reiseblog letztes Jahr gestartet habe, war mir klar, dass es davon Tausende gibt. Aber meine „Nische“ sind besondere Länder, die klassisch nicht so häufig bereist werden (Äthiopien, Georgien, Libanon, Aserbaidschan, Iran, Mazedonien, Litauen…). Am Ende des Tages muss einem der Blog immer selber gefallen 🙂

    • Stefanie says:

      Hallo Esther

      Danke dir 🙂 Das freut mich sehr ! Wow – die Länder, vo allem Äthiopien (Verliebt in Afrika 😉 ) und der Iran klingen richtig spannend… und ich gebe dir absolut Recht, am Ende des Tages ist es wichtig, dass du selbst mit dem glücklich bist was du machst und dann färbt dein eigener Enthusiasmus auf die Leser ab und du bringst genau das auch rüber. VIel Erfolg mit deinem Blog – Liebe Grüße, Steffi

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