Traum: Langzeitreise – Wie wird er Realität?

Wie du als Angestellter eine Langzeitreise realisierst

Der Wandel beginnt im Kopf…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit Jahren habe ich diesen einen Traum. Zu Reisen. Für eine längere Zeit als die 30 Tage Urlaub im Jahr hergeben. Viele mal kürzere, mal längere Reisen konnten diesen Traum nicht schmälern. Aber wie diesen umsetzen, wenn eine Kündigung keine Option ist?

Du kennst vielleicht auch das Gefühl, dass scheinbar alle anderen auf Langzeitreise gehen, es irgendwie schaffen, sich diesen Traum ein- oder auch mehrere Male zu erfüllen, nur du nicht. Jahrelang ging es mir so. Ich wusste einfach nicht WIE ich auch eine Langzeitreise machen kann. Ich habe versucht mit vielen kurzen und ein paar längeren Reisen diesen unstillbaren Drang zu bändigen. Nur hat das alles nichts genutzt. Der Reisedrang blieb. Der Wunsch besteht bis heute. Ich habe an einem Punkt vor circa 3 Jahren angefangen was grundlegendes zu verändern. Das waren meine Gedanken. Ich habe mir vorgestellt, dass es möglich ist und dass ich auf Langzeitreise gehen werde. Kurze Zeit drauf las ich im Intranet von einer Auszeitregelung, die einer Art Sabbatical nahe kommt. So jetzt kommt‘s: Es ist auch für dich möglich. Es ist im Prinzip für jeden möglich. Es ist nur unser Ego, diese laute Stimme in uns, die uns weis machen möchte, dass es nicht geht, weil xyz. Die verrücktesten Geschichten denkt sich unser Ego aus. Kein Geld. Keine Zeit. Bei mir auf der Arbeit geht das nicht. Was ist mit den Kindern. Mit dem Haus. Und Und Und.

Ich erzähl dir heute wie auch du anfangen kannst, deinen Traum zu realisieren 🙂

Hier nenne ich dir 5 Punkte, die für mich ausschlaggebend waren und mich letztendlich zu meinem Ziel geführt haben.

Florenz

1) Setze dir bewusst dein Ziel.

Damit meine ich nicht einen Traum zu haben. Du musst dir bewusst zum Ziel setzen, dass du zum Zeitpunkt X eine Langzeitreise machen wirst. Damit signalisierst du deinem Unterbewusstsein automatisch, dass dieses Ziel ein Muss ist. Don’t call it a dream. Call it a plan. Dein Traum wird ein Plan. Schritt 1 ist geschafft. Manchmal ist dieser Schritt sogar der schwierigste von allen, denn du wirst wissen, wenn du dir selbst was vorgaukelst 😉 Jetzt male dir ganz detailliert aus wie du schon am Ziel bist und wie du deine Reise startest. Überlege dir, wie viel Zeit du brauchst, welche Länder du bereisen möchtest, wie hoch die Kosten sein werden. Denke nicht zu viel über all die Hürden nach, sondern versetze dich in deinen Traum, wie schön es wäre, diesen jetzt bereits zu leben und spüre das Gefühl, dass sich in dir breit macht.

2) Sprich deinen Traum laut aus und handle dementsprechend.

Damit meine ich vor allem: Erkundige dich nach deinen Möglichkeiten. Handle. Sprich mit deinem Vorgesetzten. Welche Optionen hast du? Gibt es Möglichkeiten, die dir ggf. noch nicht bekannt sind? Wird bei dir ein Sabbatical angeboten? Kannst du eine eventuell bevorstehende Elternzeit nutzen? Kannst du möglicherweise eine zeitlang ortsunabhängig arbeiten?

Wenn du jetzt denkst: „Nein, kann ich nicht. Nein. Nein. Nein.“ Dann ignoriere diese Stimme. Mach dir bewusst, dass diese Stimme nur dein Ego ist. Dazu aber unter Punkt 4) noch mehr. Wir denken so oft alles bereits zu wissen, dabei sind wir in den meisten Fällen unwissend. Selbst, wenn wir alle Fakten kennen, wissen wir nicht, was unser Gegenüber uns anbietet, wenn wir ihn mit unseren Wünschen konfrontieren. Ich habe da schon die verrücktesten Geschichten von Menschen gehört, die auf ihre Träume vertraut haben. Wichtig ist hier, dass du dir überlegst, was du heute bereits konkret machen kannst um deinem Ziel näher zu kommen. Das sind vor allem die kleinen Veränderungen.

Sollte sich dein Chef trotz allem dagegen stellen, kannst du nach unbezahltem Urlaub fragen oder du überlegst dir das doch nochmal mit der Kündigung? 😉

stockholm

3) Finanzierung

Ja an dem Part scheitern viele. „Ich kann mir das nicht leisten. Ich habe so viele Verpflichtungen. Ich muss dies und das und bei mir ist das ja alles anders.“ Fang am besten ganz vorne an. Der Schlüssel ist hier nicht möglichst viel Geld zu verdienen, sondern möglichst wenig im Vorhinein auszugeben. Umso mehr du im Alltag sparen kannst, desto schneller wächst deine Reisekasse. Kannst du Geld einsparen, in dem du auf deinen täglichen Kaffee to go verzichtest? Gehst du häufig in Restaurants essen? Besteht für die Dauer der Reise deine Wohnung/dein Haus untervermieten? Oder möchtest du deinen Hausstand vielleicht sogar ganz auflösen um noch etwas Geld zu verdienen?

Manchmal bieten Unternehmen auch Finanzierungsmöglichkeiten an (so wie in meinem glücklichen Fall). Das hätte ich aber nie erfahren, wenn ich mit meinem Chef nicht ins Gespräch gegangen wäre.

Reisen durch viele Länder unserer Welt kann sehr günstig sein, wenn du kein 5 Sterne Hotel bewohnen möchtest. Brauchst du viel Luxus um glücklich zu sein oder reicht dir eine einfache Unterkunft, wenn du am Strand aufwachen kannst? Überdenke deine Prioritäten und mache einen Plan wie viel Geld du benötigst um deine Reise zu finanzieren.
Wenn du hier immer noch nicht weiterkommst, denk nochmal über Punkt 1 nach 😉

4) Alle weiteren Ausreden zählen nicht.

Mach dir bewusst, dass alle Gründe, die dir in den Kopf kommen, keine realen Gründe sind. Es sind Gründe, die dir dein Ego erzählen will, damit du ja nicht aus deiner Komfortzone herausgehst, denn dort bist du ja vermeintlich sicher 😉 Du bist nicht dein Ego. Du bist nicht deine Gedanken. Du hast nur Gedanken. Wir Menschen sind so programmiert, dass wir immer schön unsere Gewohnheiten leben. Jegliche Veränderungen sind böse. Veränderungen bedeuten für unser Gehirn Gefahr. Daher wird dir deine innere Stimme immer wieder versuchen weiszumachen, dass du dies und jenes NICHT kannst. Hör nicht drauf. Glaub an deinen Traum. Für jeden noch so guten Grund, warum es nicht funktioniert, gibt es eine Lösung, wenn du diese zulassen möchtest. Wirklich!! Du bist niemals zu alt, ja Reisen funktioniert super mit Kindern und nein das Land ist nicht zu gefährlich um es alleine als Frau zu bereisen. Um ein paar der gängigsten Gründe zu nennen.

florenz

 

5) Lass‘ dich von niemandem abhalten deine Träume zu realisieren.

Am Anfang kann es schwierig sein, wenn dir dein Umfeld erzählen will, dass das so nicht geht, es trotzdem durchzuziehen. Das ist viel zu gefährlich. Wie willst du das finanzieren? Alleine als Frau? Das geht doch nicht! Jeder, der dir erzählen will etwas sei nicht möglich, zeigt dir nur seine eigenen Grenzen auf. Das was die anderen über dich sagen, sagt mehr über ihre eigenen Grenzen, als über deine Grenzen aus. Nur weil andere nicht groß denken, kannst du das aber sehr wohl. Limitiere dich nicht durch das Gerede anderer. Da draußen leben deinen Traum nämlich schon eine Menge anderer Menschen. Das wurde mir durch den Hello World Kongress Anfang diesen Jahres nochmal stark vor Augen geführt. Egal ob Familien, die durch Asien reisen oder Frauen, die alleine durch Indien oder auf dem afrikanischen Kontinent backpacken.

Worauf wartest du noch?

Bevor du jetzt alles überdenkst und zu schnell voreilige Schlüsse ziehst oder nicht weißt wo du zuerst anpacken sollst. Gib dir in jedem Fall Zeit deinen Traum umzusetzen. Die Langzeitreise muss nicht gleich morgen starten. Bei mir hat es circa 2,5 Jahre gedauert von der ersten Idee bis zur Flugbuchung und es gab so einige Hürden, die sich mir in den Weg gestellt haben. Aber seit mein Traum zu einem Muss geworden war, hätte mich keine davon aufhalten können und ich bin mir schon sicher, dass es nicht die letzte Langzeitreise in meinem Leben sein wird. Gehe Schritt für Schritt vor.

Wenn du jetzt denkst, die hat ja leicht reden, mit Ende 20 und ohne Verpflichtungen oder Kinder. Ja mag sein, für mich ist eine Langzeitreise leichter zu realisieren als für andere, aber dennoch gibt es IMMER einen Weg. Der Wandel beginnt im Kopf. Unsere Gedanken werden zu unseren Handlungen. Wenn du heute schon denkst, dass das nicht klappen kann, dann wird es das auch nicht. Du musst davon überzeugt sein, dass es für dich funktionieren kann und dann wirst du einen Weg finden. Ich glaube an dich 🙂

 

Glaubst du auch an dich?

 

Alles Liebe,

Deine Steffi

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4 thoughts on “Traum: Langzeitreise – Wie wird er Realität?

  1. Nach unserem schönen Telefonat vorhin dachte ich auf zum Blog! 🙂
    Kann dir in allen Punkten voll zustimmen.
    Ich fand es erstaunlich, wie einfach es funktioniert, wenn du es entschlossen verfolgst. Auch mit sich hadern und um den heißen Brei reden/träumen kostet Energie.

    Finanziell fand ich es entspannt, kurzfristig eine WG aufzumachen anstatt die Miete weiterzuzahlen. Und da war jemand über den Winter da (nur leider ohne grünen Daumen, einige Pflanzen gingen trotzdem kaputt :D).
    Aber ja, oft geben wir Geld für etwas aus, das ganz okay ist, aber nicht berauschend, siehe der „mittelmäßige“ Kaffee, der „unbedingt“ sein muss, dann aber trotzdem gedankenlos geschlürft wird. 😉 Lieber weniger, dafür mehr genießen funktioniert für mich besser.

    Neben all den tollen Begegnungen habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir eine „homebase“ wichtig ist und dass einige Monate unterwegs etwas Befreiendes haben. Ich habe gesehen, ich komme mit weniger Zeug aus.

    Gleichzeitig habe ich dann wieder geschätzt, z.B. wieder in die schöne große Wohnung zurückzukehren und ein „Wohlfühlbüro“ mit Platz und Infrastruktur zu nutzen.
    Ich glaube, wenn du die Zeit ausschließlich fürs Reisen nutzt, ist das nochmal entspannter als zu merken, dass sich die mangelnde Organisation und Ordnung dann rächt. 😉

    • Liebe Stef,

      eben gesehen, dass mein Kommentar gar nicht gepostet wurde. Komisch. Na gut, dann eben jetzt. Ich habe mich sehr gefreut, dass du direkt mal vorbeigeschaut hast. Jaa, es ist verrückt, wie sich manchmal alles fügen kann, wenn man losgeht und auf sein Herz geht. Es passieren Dinge, die ich vorher nie für möglich gehalten hätte. Ich würde nicht ausschließen, dass ich mich auf Reisen auch gut organisiert bekomme, aber es hat natürlich Charme, wenn es funktioniert „nur“ zu Reisen 🙂

      Ich freue mich auf den weiteren Austausch mit dir. Viele Grüße zurück,

      Steff

    • BlondeForAdventure says:

      Danke dir liebe Jessica 🙂 ich denke auch, dass oft, nicht immer, die Prioritäten woanders liegen, wenn jemand nicht auf reisen geht. Auch Geld ist meist nicht das Problem, stimmt. Eine lange Reise kann günstiger sein als die meisten vermuten 😊 LIEBE Grüße

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