11 Facts about me

Fakten, Fakten, Fakten oder auch der Liebster Award

Nach der Nominierung für den sogenannten Liebster Award folgte nach kurzer Freude, schnelle Ernüchterung. Das Ding ist irgendwie nicht so beliebt.„Egal – ich beantworte die Fragen trotzdem. Jetzt erst Recht“, dachte ich mir. Für mehr Authentizität beim Bloggen…

 

 

 

Vor meiner Nominierung von Melanie von MR Melanie auf Reisen, hatte ich selbst noch nicht vom Liebster Award gehört. Ich habe mich riesig über die Anfrage gefreut und gedacht – da ist mein Blog gerade ein paar Monate online und schon möchte mich eine andere Bloggerin für einen Award nominieren.

„Wie cool ist das denn?“

Nachdem ich ein wenig nach dem Liebster Award gegoogelt habe, folgte leichte Ernüchterung. Der Award hat unter Bloggern scheinbar gar keinen guten Ruf. Hm.. doof, war mein erster Impuls, aber warum war der Liebster Award denn eigentlich unbeliebt? In erster Linie ist er doch dazu da, der Person hinter dem Blog ein Gesicht zu geben, was vor allem für die Leser total spannend ist. Außerdem ist es total schön in Kontakt mit anderen Bloggern zu kommen.

Warum aber dann der schlechte Ruf?

 Für den Liebster Award werden 11 Fragen beantwortet und im Anschluss sollen 11 weitere Blogger nominiert werden, die wiederum 11 neue Fragen über sich beantworten. Das ist zumindest „die Regel“. Genau hier sehe ich das Problem, wieso das Ganze einen so schlechten Ruf hat. Der Liebster Award wird von vielen als eine Art „Kettenbrief“ betrachtet. Na, wer mag schon Kettenbriefe? Ich in jedem Fall nicht!

Ich tausche mich aber total gerne mit Gleichgesinnten aus und finde es auch immer mehr als spannend, wer die Person hinter dem Blog überhaupt ist. Durch dieses „Vernetzen“ kann man sich super gut gegenseitig unterstützen und das hat doch dann einen positiven Effekt für alle. Ich fände es schade, wenn eine ursprünglich schöne Idee, deshalb nicht weiter funktionieren kann, weil ihr der Ruf eines Kettenbriefes vorauseilt.

Wenn wir versuchen, dass Besondere zu erhalten, dann können wir vielleicht bei der nächsten Frage „Hey – hast du Lust für den Liebster Award nominiert zu werden und über deinen Blog zu quatschen“, wieder mit positivem Gefühl reagieren, anstatt mit Skepsis und dem Zwang eines Kettenbriefes.

Anmerkung* Leider hab ich kaum andere Blogger überzeugen können und beantworte daher einfach Melanie’s Fragen für euch 🙂

 Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Reisen faszinieren mich schon seit mehreren Jahren und 2012 hatte ich kurzzeitig auf meiner ersten Solo Backpacking Reise nach Australien einen kleinen Blog, der ausschließlich für Freunde und Familie gedacht war.

Oft wurde ich nach Reisen mit Fragen gelöchert und nach Tipps gefragt, wie ich es schaffe, so viel zu Reisen. Da kam mir immer wieder die Idee all‘ meine Erfahrungen auf einem Blog zu veröffentlichen. Ausschlaggebend war allerdings die Reise nach Tansania 2016. Als mir Bekannte 2015 von dem Abenteuer „Kilimanjaro“ erzählten, war ich gepackt, gefesselt und erstaunt zu gleich. Nachdem ich die selbe Erfahrung gemacht hatte, wollte ich sie unbedingt in die Welt tragen und allen davon berichten. Das führte letztendlich zu dem Blog heute 🙂

Warum sollte ich gerade deinen Blog lesen?

Wenn du dich für Abenteuer und/oder Bergtouren in Kombination mit persönlicher Weiterentwicklung interessierst, bist du bei mir an der richtigen Adresse. Ich hatte nicht immer die Einstellung, dass alleine Reisen oder Trekkings zum höchsten Berg Afrikas für mich möglich sind und habe mich erst über die letzten Jahre hierhin entwickelt. Ich weiß, wie es ist, wenn man noch nicht so weit ist und die innere Stimme sich immer wieder meldet und einem versucht einzureden „Ja, aber ich kann nicht, weil…“ – Die Betonung liegt hier ganz klar auf „noch nicht“ 🙂

Ein weiterer Grund ist, dass ich ganz normal arbeite und eine 38 Stunden Woche habe. Viele Reiseblogger arbeiten mittlerweile selbständig oder freiberuflich. Daher verstehe ich ganz genau, dass nicht jeder die Möglichkeit hat 3 Monate im Jahr auf Reisen zu sein. Da hilft dann eben auch kein „neues Mindset“ mehr 😉

Wobei jedoch ein verändertes Mindset bzw. eine neue Einstellung hilft, ist überhaupt auf Reisen zu gehen und das absolut losgelöst von äußeren, gesellschaftlich einschränkenden Einflüssen.

Was war dein bisher schönstes Erlebnis auf Reisen und was hast du bisher über Dich selbst gelernt durch das Reisen?

Puh, die Frage nach dem schönsten Erlebnis ? Schwierig, da gab es einfach sooo soo viele schöne Erlebnisse. Das Tauchen am Great Barrier Reef in Australien wozu ich extra meinen Tauchschein gemacht hatte, die Rückkehr nach Tansania diesen Februar und das Gefühl des Ankommens und vor allem auch in der Nähe von“Bunker del Carmel“ in Barcelona zu sitzen und am Abend über die Dächer der Stadt zu blicken, toller Musik zu lauschen und den Moment zu genießen.
Auf Reisen gibt es immer wieder AHA Momente, die mich stark prägen. Vor allem habe ich gelernt, dass alles sowie es jetzt ist, seine Richtigkeit hat. Zu oft hetzen wir von einer Sache zur nächsten, sind gedanklich bereits bei der nächsten „Aufgabe“, die vor uns liegt und schätzen den eigentlichen Moment, in dem wir uns befinden, nicht mehr. Auf Reisen ist oft der Weg das Ziel und besonders in fernen Ländern ist die gewohnte deutsche Pünktlichkeit ein Fremdwort. Die Menschen vor Ort bewahren trotzdem ihre Ruhe und Gelassenheit, was mich immer wieder beeindruckt. Davon können wir hier in unserer westlichen Welt noch viel lernen.

Würdest du wenn die Umstände passen würden, einfach alles abbrechen und auf Weltreise gehen?

Ja ja jaaaa! 🙂 Die beste Schule des Lebens ist das Reisen und du weißt nie welche Möglichkeiten sich für dich auf dieser Reise ergeben werden.

Natur oder Stadt? Wohin verreist du am liebsten und warum?

Ich mag ehrlich gesagt beides. Europa hat tolle Städte. Wenn ich mich für eins von beiden entscheiden müsste, würde ich die Natur wählen. Ich mag die Ruhe, die Weite und vor allem die Berge.

Von welcher berühmten Sehenswürdigkeit warst du enttäuscht?

Von der Sagrada Familia in Barcelona – Ich fand sie von innen echt so gar nicht toll und kann nicht verstehen, was alle an ihr finden. 😉

Bist du schon einmal komplett alleine verreist? Wie war das für dich?

Ja. 2016 bin ich das erste Mal komplett alleine nach Barcelona verreist. Zuerst war es total ungewohnt, aber mit der Zeit habe ich es sehr zu schätzen gelernt, da ich zu 100% frei war in meinen Entscheidungen. Ich konnte alle Dinge machen, wie sie mir grade in den Sinn kamen. Sofern du dich in Hostels einquartierst, läufst du übrigens selten Gefahr, wirklich alleine zu reisen. In Barcelona selbst, war ich nur einen Nachmittag, den ich bewusst so gewählt hatte, ganz alleine unterwegs. Zuvor bin ich schon mehrere Male „solo“ geflogen, habe aber immer eine Anlaufstelle im Land selbst gehabt.

Welches Reiseziel willst du unbedingt noch einmal sehen? Was hat dich daran so begeistert?

Länder in denen ich bereits war: Tansania und an die Westküste Australiens.

Länder, die ich noch nicht bereist habe, puh – unzählbar 🙂

Lieber Koffer oder Rucksack?

Rucksack.

Ist dein Partner genauso begeistert wie du vom Reisen oder hast du dich gar mal von einem Partner getrennt, weil er kein Verständnis für deine Reiseleidenschaft hatte?

Ich bin davon überzeugt, dass eine Beziehung langfristig nur funktioniert, wenn sich jeder den notwendigen Freiraum lässt um seine Leidenschaften zu leben.  Eine Partnerschaft sollte unsere Leben bereichern und uns niemals in unseren Träumen einschränken.

Was gibst du anderen Reisebloggern als gute Worte mit auf den Weg in die Bloggerwelt?

Jeder sollte sein eigenes Ding machen und sich nicht mit den anderen Blogs vergleichen. Jeder hat seine eigene Geschichte und bei näherem Hinsehen ist das Gras der anderen nicht wirklich grüner 🙂