Packliste Kilimanjaro

 

Du träumst von einem Trekking am höchsten Berg Afrikas?

Du fragst dich, was du für eine Tour am Kilimanjaro benötigst?

 
Jetzt kein Problem mehr!

Ich habe mich vor der Reise wochenlang durch das Internet gelesen und bin dabei auf zahlreiche Packlisten gestoßen. Da Frauen ja doch die ein oder andere Sache mehr benötigen, als so mancher Mann, möchte ich dich nun beim Packen für dein Kilimanjaro Abenteuer unterstützen. Lies hier weiter und profitiere von meiner umfassenden Packliste für dein Kilimanjaro Abenteuer.

Ich gebe dir meine besten Tipps, die vor allem für Frauen, aber auch für den Mann am Berg nützlich sind.

 

Die Glücksformel lautet wie so oft: „So wenig wie möglich, so viel wie nötig!“ 

Daran solltest du immer denken. Ja klar, am Kili musst du dein Gepäck nicht selbst tragen, aber ein zu voll gestopfter 60 Liter Rucksack, kann schnell unübersichtlich werden. Und dann wäre da noch die Anreise, vom Auto zum Flughafen und und und. Ein zu schwerer Rucksack macht einfach keinen Spaß.

Trotzdem gilt es zu beachten, dass du beim Trekking mehrere Klimazonen durchwanderst. Du startest auf circa 800 Höhenmetern in der Stadt Moshi, in der lockere 25-30 Grad herrschen und definitiv T-Shirt Wetter den Tag bestimmt. Je nach Wetterlage, greifst du bereits ab Tag 2 zu langer Hose und Merinoshirt. In der Gipfelnacht sind wir sogar mit Skihose und -10 Grad losgezogen. Unsere Tour ging ganze 6 Tage. Falls du eine längere Tour z.B. über die Lemosho Route gebucht hast, pass die Anzahl der Shirts einfach an.

Mir geht es oft so, dass ich gedanklich bereits 2 Wochen vor einer Reise meine Packliste durchgehe. Das hat sich sehr bewährt, da ich so im Notfall noch Dinge nachkaufen oder online bestellen kann. Beachte unbedingt die Gepäckbestimmungen deiner Fluggesellschaft.  Falls du, wie wir im Anschluss noch nach Sansibar fliegen möchtest, rate ich dir einen Handgepäckskoffer für die Strandklamotten separat zu packen. So sparst du dir lästiges Umsortieren vor Ort.

 

 Die detaillierteste Kilimanjaro Packkliste aus Sicht einer Frau 

Du brauchst

  • einen Reiserucksack oder eine Reisetasche (ich hatte den Jack Wolfskin Denali, der extra für Frauen zugeschnitten ist)
  • einen Handgepäckskoffer für eventuelle Weiterreisen nach dem Kilimanjaro Trekking
  • einen Tagesrucksack 20-30 Liter
Mein Tipp: Den Handgepäcks-Koffer konnten wir kostenlos in unserem Hotel in Moshi zwischenlagern.  Beachte, dass es für den großen Backpack Gewichtsgrenzen gibt. Jeder Träger am Kilimanjaro darf nur bis zu 15 kg pro Rucksack tragen. Dieser wird im Hotel gewogen.

Zusätzlich zu den Rucksäcken ist aufgrund des möglichen Regens am Kilimanjaro empfehlenswert:

Ausrüstung am Berg 

  • Ein Schlafsack, der mindestens eine Komforttemperatur von -5 Grad haben muss, für empfindliche Frauen besser -10 Grad 🙂 Das ist aber natürlich auch sehr von der Jahreszeit der Besteigung und der Temperatur vor Ort abhängig. Ich hatte einen Schlafsack mit -5 Grad Komfortbereich, welcher im Oktober – bei besten Wetterbedingungen – ausgereicht hat.

Achtung! Bitte achtet beim Kauf darauf, dass es sich bei der Temperaturangabe tatsächlich um den Komfortbereich und nicht um den „Limit-/Grenzbereich“ handelt.

  • ein Travelsheet/Inlay für den Schlafsack – kann den Komfortbereich deines Schlafsacks um bis zu 4 Grad erhöhen
  • Trekkingstöcke – sehr wichtig um eine optimierte Atmung beim Aufstieg zu erreichen und seine Gelenke beim Abstieg zu schonen. Zur Atmung am Kilimanjaro erzähle ich auch in meinem Kilimanjaro-Bericht.
  • Stirnlampe für abends und unverzichtbar in der Gipfelnacht + Ersatzbatterien
  • eine 3 Liter Trinkblase
  • 1 Liter Thermoskanne
  • Taschenlampe – ggf. auch einfach das Handy benutzen

Sonstiges

  • Zipperbeutel zum Schutz des Reisepasses oder auch zum Sortieren der Medikamente (1. Medikamente für die tägliche Wanderung, 2. Medikamente, die man erst wieder im Camp benötigt 3. für Kosmetik). Zipperbeutel haben sich für uns sehr bewährt.
  • Müllbeutel – für dreckige Wäsche oder Müll, der sich ansammelt 😉
  • Vakuumbeutel – du kannst diesen hier kaufen oder alle 3-4 Monate hat auch Aldi welche im Sortiment, welche ich benutzt habe.
  • Microfaserhandtuch – trocknen wirklich super schnell
  • im 1€ Laden gibt es Mini-Einweghandtücher, die sich erst durch Berührung mit Wasser entfalten
  • Ohropax
  • Schlafmaske
  • Taschentücher
  • Instanteistee für einen besseren Geschmack des abgekochten kalten Wassers
  • Micropur Tabletten zum Entkeimen des Wassers (1 Tablette pro 1 Liter Wasser)
  • Taschenmesser
  • mein absoluter Geheimtipp für kalte Nächte oder kalte Füße während der Gipfelnacht: Rettungsdecken – noch nie war ein Gebrauchsgegenstand so nützlich
  • kleines aufblasbares Schlafkissen
Mein Tipp: Die Rettungsdecken haben wir einfach unter unsere Schlafsäcke gelegt sowie oben drüber um Nachts nicht zu frieren. Am letzten Tag vor der Gipfelnacht, haben wir eine unserer Decken zerschnitten und in unsere Schuhe gelegt. Das hat sehr gegen empfindlich kalte Füße geholfen.

Technik

  • Kamera / Action Cam
  • externes Ladegerät
  • Aufladekabel / Handyladekabel
  • ggf. USB Karten
  • Kindle Ebook Reader (habe ich selbst nur wenig benutzt, aber war ganz nett – falls noch Platz ist, ist es eine Überlegung wert)
  • Reisetagebuch + Stifte
  • Kopfhörer
  • Reiseadapter – für Moshi

Hygieneartikel

  • Zahnpasta
  • Zahnbürste
  • Sonnencreme (LSF 30+/50+)
  • Duschgel/Seife (Seife haben wir von Zara Tours gestellt bekommen)
  • Tagescreme
  • Fettcreme für die Lippen / Bepanthen Creme
  • feuchtes Toilettenpapier
  • eine Rolle normales Toilettenpapier – die Porter bringen zwar auch welches mit, aber unseres ist einfach besser 😉
  • feuchte Waschlappen
  • Rasierer
  • je nach Bedarf und Wohlfühlzone: Mascara, etc.

Medikamente

  • Verbandsmaterial
  • Nasenspray
  • Blasenpflaster
  • Tape
  • Immodium oder Loperamid – als Alternative Tannacomp
  • Malaria Medikament – nur als Standby notwendig! Malariarisiko ist am Kilimanjaro sehr gering
  • Vomex Tabletten gegen Übelkeit
  • Alternativmedizin: Arnica C30, Nux Vomica C30
  • Aspirin / Paracetamol
  • Schmerzmittel wie Ibuprofen mit fiebersenkender Wirkung
  • Elektrolytpulver
  • Wundsalben / Desinfektionsmittel
  • NoBite – für den Kilimanjaro wird kein Insektenspray benötigt, da es auf der Höhe keine Moskitos mehr gibt, aber für Moshi sehr zu empfehlen

Schuhe

  • sehr wichtig sind gute und möglichst wasserfeste Wanderschuhe. Ich habe mich hierzu in einer Globetrotter Filiale beraten lassen.
  • ein paar Badeschlappen (keine Flipflops!) für den Abend im Camp. Da es nach Sonnenuntergang recht frisch werden kann, ist es von Vorteil die Socken anbehalten zu können und dafür eignen sich Flip Flops nicht so gut 🙂
  • Flip Flops für eventuelle Weiterreisen und den Hotelaufenthalt selbst in Moshi
Mein Tipp: Da die Trekkingschuhe recht sperrig sind, habe ich sie auf dem Flug getragen, so dass ich sie nicht im Rucksack verstauen musste.

Das Zwiebelprinzip

Die wichtigste Regel am Berg: Kleide dich nach dem Zwiebelprinzip. Da ist es natürlich von Vorteil, wenn man Funktionskleidung trägt. Meine absolute uneingeschränkte Empfehlung ist an dieser Stelle – die Merinowolle. Ich schwöre auf diese Wollfaser. Sie riecht einfach nicht und man kann sie ohne Probleme mehrere Tage tragen. Perfekt für den Kilimanjaro! Jetzt gibt es natürlich einen kleinen Haken – das liebe Geld. Ganz billig ist diese Wunderfaser nämlich nicht. Daher muss jeder für sich abwägen, wie viel du für funktionale Outdoorbekleidung ausgeben möchtest.

Eins steht fest: Mit Merinowolle kannst du nichts falsch machen!

Mein Tipp: Ich habe meine Merinoleggins tagsüber sowie nachts zum Schlafen getragen.

Allgemeines

  • Pyjama
  • warme Mütze/Stirnband
  • ein paar dünne Handschuhe zum Drunterziehen
  • ein paar warme Handschuhe für die Gipfelnacht
  • 1-2 Buff s – ich hatte zwei mit, da ich den 2. Buff statt eines Huts gegen die Sonne benutzt habe. Falls du dich hier gegen einen zweiten Buff entscheidest, nimm unbedingt einen guten Sonnenhut mit
  • eine für den alpinen Gebrauch geeignete Sonnenbrille
  • ggf. eine Jogginghose für den Abend (Wer hier sehr minimalistisch packt, kann diese weglassen und einfach die Leggins in Kombi mit der Softshellhose am Abend tragen- ich selbst hatte keine Jogginghose dabei)
  • Gamaschen – (zähle ich hier nur vollständigkeitshalber auf, hatten wir nicht, braucht man nicht wirklich).

Die 1. Schicht

  • 2 T-Shirts für den ersten und letzten Tag
  • einen Baselayer aus Merinowolle (den ich die darauffolgenden Tage immer getragen habe)
  • einen Ersatz-Baselayer (man weiß ja nie!)
  • 1-2 Sport-BHs
  • ausreichend Unterwäsche
  • Leggins aus Merinowolle
  • 2 Paar dicke Merinosocken (Smartwool  oder Woolpower sind sehr gute Marken!)
  • 3-4 dünne paar Socken für den täglichen Wechsel
Mein Tipp: Die dünnen Socken werden unter den dicken Socken getragen, um die Reibung an den Füßen zu vermindern. Dadurch entstehen nachweislich weniger Blasen. Ich habe nach langem Überlegen auch die 20€ in gute Socken investiert, da es einen erheblichen Unterschied macht. Ich hatte keine einzige Blase während der 6 Tage. Ich finde das Ergebnis spricht für sich.

Die 2. Schicht

Die 3. Schicht

  • eine Regenjacke als Hardshell
  • eine Regenhose als Hardshell
  • Daunenjacke ggf. mit Regenponcho in Kombination

Die Gipfelnacht – die Ausnahme 

Für den Summit Day mussten wir, zusätzlich zu den 3. Schichten, zu härteren Maßnahmen greifen. Priorität Nr. 1 war „Wir wollen NICHT frieren“.

Für den Oberkörper galt deshalb: 1. Baselayer, 2. Midlayer, Fleecejacke und zum Abschluss noch die Daunenjacke drüber. Für den Unterkörper galt: Leggins, Softshellhose und eine wasserabweisende Skihose zum Schluss.

Die Regenhose wurde im Rucksack unseres Guides verstaut, damit wir für den Fall der Fälle gewappnet waren. Ich hatte 2 paar dicke Socken an und Rettungsdecke an den Füßen. Für den Kopf hatte ich eine warme Wollmütze.

In unsere Tagesrucksäcke – speziell für die Gipfelnacht – wollten wir so wenig wie möglich packen. Dazu zählten folgende Dinge:

  • die Trinkblase
  • Thermoskanne mit 1 Liter Tee
  • Sonnenbrille für den Sonnenaufgang
  • Sonnencreme – Achtung! Bitte nicht vergessen sich in der Nacht noch einzucremen – sobald die Sonne aufgeht, bekommt man sehr schnell einen Sonnenbrand !!!
  • Energieriegel
  • Regenschutz
  • Taschentücher
  • Fettcreme
  • Medikamente für den Fall der Fälle u.a. Nasenspray – Wundermittel No. 1
  • Bonbons oder Kaugummis – können den Druckausgleich erleichtern
  • Stirnlampe mit Ersatzbatterien
  • Blasenpflaster

Dokumente

  • Reisepass
  • Kopien vom Reisepass
  • Passbilder – ich habe auf Reisen immer 1-2 Passbilder dabei
  • 50USD oder 50EUR in bar für das Visum am Flughafen
  • Auslandsreisekrankenversicherung
  • Reiserücktritts- und Reiseabbruchsversicherung
  • Impfpass – bitte denk an die Gelbfieberimpfung, falls du aus einem gefährdeten Reiseland nach Tansania einreisen möchtest oder im Anschluss nach Sansibar fliegst
  • Flugtickets / Reiseunterlagen
  • Kreditkarten sowie die PIN
  • Bargeld (Ausreichend Bargeld (in USD) für den Aufenthalt im Hotel sowie das Trinkgeld des Teams mitnehmen. In Moshi selbst bekommt man nur noch TSH (Tansanische Schilling) in den Banken).

Zusätzliche Tipps

  • Regenjacke sowie Regenhose kann man sich im Hotel leihen. Haben wir auch so gemacht. Da es nicht geregnet hat, kann ich hierzu leider keinen Erfahrungsbericht zur Qualität der Bekleidung sagen.
  • Isomatten wurden gestellt und waren erstaunlich gut.
  • Mülltüten waren in den Camps vorhanden
  • Vakuumbeutel waren sehr nützlich um die Skihose sowie die Daunenjacke im Rucksack zu verstauen ohne viel Platz einzubüßen. Durch diese wurde es möglich, meine schwere Daunenjacke, die keinesfalls leicht und klein faltbar ist, mit dem vielen weiteren Gepäck in einen 50+10 Liter Rucksack zu verstauen.
  • Oft wird Schwarz- oder Ingwertee von den Anbietern gestellt. Wenn du etwas mehr Abwechslung möchtest, bring dir Teebeutel mit.
  • Abgesehen von dem Trinkgeld und den Getränken/Essen in unserem Hotel, haben wir alles mit Schilling bezahlt – das ist auch viel günstiger!! Die Tansanier machen hier ganz wilde Umrechnungskurse von USD zu TSH und umgekehrt 🙂

 

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