IT’S ALL ABOUT PERSPECTIVE

An manchen Tagen frage ich mich was ich hier eigentlich mache. An solchen Tagen bin ich energielos und so weit weg von dem was ich eigentlich in meinem Leben will, dass ich keine Ahnung habe, wie ich je zu dem zurück finden soll. Und dann gibt es Tage, da fühlt sich alles richtig an, wahr und ich weiß wieder, warum ich den schwierigen Weg gewählt habe. Denn dieser ist für mich der richtige, der glückliche. Auf diesem Weg sind eine Menge Berge, die es zu überwinden gilt, aber solange wir unseren Herzen folgen, lohnt es sich jeden einzelnen zu besteigen und zu überqueren. Vielleicht wissen wir auf dem Weg noch nicht für was diese Hürde, voller Schmerz und manchmal auch voller Angst schon wieder sein muss, aber am Ende wird es sich richtig anfühlen und wir werden wissen wozu wir dieses Hindernis überwunden haben. Auf dem Gipfel des Berges sind wir doch immer wieder auf’s Neue unheimlich stolz auf unsere Leistung und schauen zurück auf das was hinter uns liegt und was vor kurzem noch unüberwindbar aussah. Und genau in diesem Moment erkennen wir, dass doch alles nur eine Art der Perspektive ist. 

LOKAH SAMASTAH SUKHINO BHAVANTU

Ein Mantra, dass mich seit Anfang des Jahres auf meinem Weg begleitet. Ein Mantra, dass immer und immer wieder auftaucht. Es bedeutet: „Mögen alle Menschen und Lebewesen auf dieser Welt glücklich und frei sein“. Im Februar habe ich es das Erste Mal gehört. Ein paar Monate habe ich entdeckt, dass es in meinem alten Yoga Studio an der Wand steht und vor wenigen Tagen wurde es mir von einem unglaublich tollen Yoga Lehrer gesungen. 
An einigen Tagen will ich alles hinschmeißen, aufgeben und weglaufen und an anderen, wie letzten Dienstag im Yogastudio als ich meinen Lehrer das Mantra singen gehört habe, wusste ich, ich bin hier richtig. Mit Tränen in den Augen wusste ich: „Das hat alles einen Sinn. Alles kommt so wie es sein soll. Alles darf sein.“ Ich freue mich diesen Weg gehen zu dürfen, freue mich, den Berg endlich zu erklimmen und zu sehen was als nächstes kommen wird. 

Warum schreibe ich das?

Ich habe mich vor einigen Wochen in einer Situation befunden, in der ich am liebsten alles hingeschmissen hätte. Am liebsten wäre ich aufgestanden und weggelaufen. Aber ich bin keine Person, die aufgibt. Ich kenne das Gefühl einen Gipfel zu erklimmen und weiß, wie verdammt gut es sich anfühlt. Ich habe also die Perspektive gewechselt. Es war und ist nicht leicht. Aber Momente wie letzten Dienstag haben mir gezeigt, dass es seine Richtigkeit hat. Ich möchte dir heute sagen, dass du alles was du dir vornimmst schaffen kannst. Es wird Zeiten geben, die hart sind, aber diese ziehen vorbei und hinter jeder schwarzen Wolke ist Licht.

Geh weiter, geh‘ durch die Angst durch, geh‘ durch die Anstrengung durch, gib nicht auf! Erweitere deine Komfortzone. Morgen fühlst du dich bei dem was dir heute schwer fällt, schon wohl. Egal was du vor hast, ob beim Bergsteigen, bei der nächsten sportlichen Herausforderung, einer beruflichen Hürde, deine Träume, die du dir schon seit Jahren vorspielst, aber dich nicht traust sie zu verwirklichen:
Mach weiter, hör nicht auf, es wird sich lohnen. Und manchmal gibt es Zeichen, dass du obwohl du noch in der harten Phase steckst, genau jetzt, da wo du jetzt bist, richtig bist. Hör auf sie. ❤